Daniela Klette - 3. Generation der RAF

Daniela Klette - Mitglied der RAF

Daniela Marie Luise Klette, geboren am 5. November 1958 in Karlsruhe, gilt als ehemaliges Mitglied der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF). Seit 1975 war sie in verschiedenen linken Gruppen aktiv, darunter die Anti-NATO-Bewegung und Initiativen gegen den Bau der Startbahn 18 West am Frankfurter Flughafen. 1978 schloss sie sich der Roten Hilfe Wiesbaden an.

 


In den 1980er Jahren soll Klette der dritten Generation der RAF beigetreten sein. Sie wird verdächtigt, an mehreren Anschlägen beteiligt gewesen zu sein, darunter ein fehlgeschlagener Bombenanschlag auf die Zentrale der Deutschen Bank in Eschborn am 25. Februar 1990 und ein Schusswaffenangriff auf die US-Botschaft in Bonn am 13. Februar 1991 während des Zweiten Golfkriegs.

 

Nach der offiziellen Auflösung der RAF im Jahr 1998 tauchte Klette unter und lebte jahrzehntelang unbehelligt in Berlin-Kreuzberg unter dem Aliasnamen Claudia Ivone. Nachbarn beschrieben sie als unauffällig und freundlich.

 

Am 26. Februar 2024 wurde Klette in ihrer Berliner Wohnung festgenommen. Bei der Durchsuchung wurden eine Kalaschnikow, eine Panzerfaustgranate sowie eine erhebliche Menge Bargeld sichergestellt. Seit ihrer Festnahme sitzt sie in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft Klette vor, zwischen 1999 und 2016 zusammen mit den weiterhin flüchtigen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg insgesamt 13 Überfälle auf Geldtransporter und Supermärkte verübt zu haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren. Dabei sollen sie rund 2,7 Millionen Euro erbeutet haben. Bei einem Überfall in Stuhr im Jahr 2015 schossen sie mehrfach auf einen Geldtransporter, was als versuchter Mord gewertet wird.

 

Am 25. März 2025 begann der Prozess gegen Daniela Klette vor dem Oberlandesgericht Celle unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Die Anklage umfasst versuchten Mord, unerlaubten Waffenbesitz sowie vollendeten schweren Raub. Klettes Verteidigung fordert die Einstellung des Verfahrens und bestreitet die Vorwürfe.

 

Der Prozess wird mit Spannung verfolgt, da er Licht auf die Aktivitäten der dritten Generation der RAF und das Leben im Untergrund werfen könnte. Die Verhandlungen sind bis Ende des Jahres angesetzt und finden unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt.

 

Seit dem Beginn des Prozesses am 25. März 2025 vor dem Oberlandesgericht Celle gab es einige bemerkenswerte Entwicklungen im Verfahren gegen Daniela Klette. In ihrer ersten Stellungnahme bezeichnete Klette den Prozess als politisch motiviert und betonte ihre anhaltende Opposition gegen Kapitalismus und Patriarchat.

 

Die Verteidigung beantragte die Einstellung des Verfahrens mit der Begründung, keinen vollständigen Zugang zu allen Ermittlungsunterlagen erhalten zu haben. Zudem kritisierten sie die Haftbedingungen ihrer Mandantin als unverhältnismäßig streng.

 

Der Prozess wird unter hohen Sicherheitsvorkehrungen geführt und beleuchtet nicht nur die aktuellen Anklagepunkte, sondern auch Klettes mögliche Beteiligung an früheren RAF-Aktivitäten. Die Verhandlungen sind bis Ende des Jahres angesetzt und werden von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt. 

 

Abschlieend kann ich nur sagen, dass ich zu jung bin, um damals die Aktivitäten aller RAF-Generation bewusst wahrgenommen zu haben oder gar mitzuerleben. Allerdings habe ich mich immer wieder mit der Thematik befasst. Man kann die RAF so oder so sehen. Manche Beweggründe mögen vielleicht der ein oder anderen Person einleuchtend zu sein. Fakt ist auf jeden Fall, dass es sich bei der RAF um deutsche Geschichte handelt, die auch an Schulen nicht zu kurz kommen sollte.

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